An Mariä Himmelfahrt, auch großer Frauentag genannt, wird die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert.
Sie ist ein Zeichen der Hoffnung und gilt für uns Gläubige als Vorbild und Zusage, dass der Mensch nach dem Tod eine Zukunft mit Gott hat. So bitten wir heute um Sehnsucht nach Heil, Sehnsucht nach Mütterlichkeit und Sehnsucht nach Gerechtigkeit.
Warum werden an diesem Tag Kräuter gesegnet?
Nach einer Predigt des heiligen Johannes von Damaskus (um 700 in Jerusalem) soll dem Grab Mariens, als man es öffnete, nicht Verwesungsgeruch, sondern der wunderbare Duft von Kräutern entströmt sein. Diese Legende ist der Ursprung für die Tradition der Kräutersegnungen. Die gesegneten Sträuße werden auf dem Dachboden oder im sogenannten Herrgottswinkel aufgehängt, wo sie gegen Krankheiten, Gewitter, Blitzschlag und Unheil helfen sollen. Oftmals werden auch zerriebene Blätter kranken Tieren ins Futter gemischt. Kirchengeschichtlich lässt sich dieses bis heute lebendige Brauchtum bis ins fünfte Jahrhundert zurückverfolgen.
Dieses Motiv haben viele Maler aufgegriffen und dargestellt, so auch Annibale Carracci im Gemälde Assunzione della Vergine (1592, Pinacoteca Nazionale di Bologna). Ein Apostel holt Blüten aus dem Grab Mariens.
Am Vortag von Mariä Himmelfahrt haben einige Frauen aus Messendorf Kräuterbüschel gebunden. Sie wurden von Pfarrer Stefan Ulz gesegnet und gegen eine freiwillige Spende ausgeteilt. Mit diesen Spenden wird wieder die Kinderstation in Matany über den „Verein für Licht und Leben“ unterstützt.