Osterspeisensegnungen im Seelsorgeraum Graz-Südost

Osterspeisensegnung- mehr als Tradition
Fasten und Fastenbrechen – Ostern vorbereiten
Wenn wir Christinnen und Christen Ostern feiern, begehen wir den Höhepunkt des Kirchenjahres. In der Fastenzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnt, bereiten wir uns in besonderer Weise auf dieses große Fest vor. In den strengen Fastenordnungen früherer Jahrhunderte war es in dieser Zeit verboten, Fleisch, Eier und Käse zu essen. Umso größer war am Ende der Fastenzeit die Freude, beim Ostermahl wieder Fleisch und Eier genießen zu dürfen. Diese Speisen sollten zuvor gesegnet werden.
Speisen segnen
Die Osterspeisensegnung knüpft damit an die biblische Tradition des Segnens an: Alles, was der Mensch empfängt, wird im Segen auf Gott zurückbezogen und zugleich unter seinen Schutz gestellt. Das gemeinsame Essen der gesegneten Speisen wird so zu einem sichtbaren Zeichen der Hoffnung, dass Tod und Vergänglichkeit durch Christi Auferstehung überwunden sind und das Leben in Fülle verheißen ist.
In Körben werden die Osterspeisen zur Segnung gebracht. Sie enthalten meist Schinken, Würste, Eier, Salz, Kren, Gemüse und Kräuter, Reindling, Osterbrot und andere Gaben. Die Körbe sind häufig mit kunstvoll bestickten Tüchern zugedeckt. Der Volksmund sagt: „An Gottes Segen ist alles gelegen.“
Segnen bedeutet „Gutes zusagen“, ein gutes Wort sprechen. Wenn wir um den Segen Gottes bitten oder wenn der Segen gespendet wird, bringt dies das gläubige Vertrauen zum Ausdruck: Gott ist dem Menschen gut und wohlgesonnen. Wo Gott segnet, dort geschieht Leben; wo sein Angesicht leuchtet, dort wächst Hoffnung.
Gemeinsam Mahl halten
Die Speisensegnung zum Osterfest ist zugleich Ausdruck der Dankbarkeit für unsere Erlösung durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Er ist in der Mahlgemeinschaft als der Lebensspendende gegenwärtig. Wenn die Osterspeisen gesegnet werden, wird bewusst, dass wir aus Gottes Güte leben. Alles, was wir empfangen, verdanken wir seinem Schöpferwirken.
Dies bekommt noch mehr Ausdruck im gemeinsamen Mahl. Die Speisen mögen uns zum Segen werden. Der Segen ist Zusage und Sendung zugleich. Möge das gemeinsame Ostermahl uns stärken in der Gemeinschaft und im Glauben an den auferstandenen Herrn.
So laden wir Sie im Seelsorgeraum Graz-Südost herzlich zu den Osterspeisensegnungen ein!
Mögliche Orte und Zeiten in unseren sieben Gemeinden entnehmen sie bitte der Auflistung!