Als Pastoralreferentin im Seelsorgeraum ist mir die Begleitung Trauernder sehr wichtig. Dazu zählt die Feier von Verabschiedungen genauso, wie seslsorgliche Gespräche oder das Angebot von Wachtgebeten oder Erinnerungsandachten.
Manche davon sind neue, ungewöhnliche Zugänge zum Thema Trauer, die, so hoffe ich, die Beschäftigung mit der eigenen Trauer heraus aus dem stillen Kämmerchen holen, in das viele Menschen sie verbannt haben. Trauer ist nicht vergleichbar und nicht messbar; sie ist individuell und veränderlich. Kreative Ansätze sind mir selbst sehr wichtig, da ich ein Mensch bin, der nicht immer über Gefühle reden mag, sondern diese manchmal lieber über Bewegung, Musik oder Malerei ausdrückt – vor diesem Hintergrund ist auch die Workshop-Reihe über kreative Methoden der Trauerarbeit (= Beschäftigung mit der eigenen Trauer) entstanden.
Wachtgebete am Vorabend des Begräbnisses finde ich sehr schön, da sie in der Gestaltung viel kreative Freiheit lassen und eine Zeit sind, sich noch einmal vor dem offiziellen Abschied gemeinsam an den lieben Menschen zu erinnern und für ihn/sie zu beten.
Andachten zu Jahrestagen haben dasselbe Ziel: Gemeinsam die Erinnerung zu feiern und für den/die Verstorbene:n zu beten, z.B. zum Geburtstag, zum Hochzeitstag oder zum Sterbetag – Tage, an denen man vielleicht die Trauer mehr spürt als im Alltag, gleichzeitig aber die Menschen um einen herum nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
Außerdem starten wir im November mit einer Trauergruppe an jedem letzten Mittwoch des Monats, die abwechselnd aus einem Trauercafe, einem Wortgottesdienst und einem kreativen Workshop bestehen wird. Weiteres dazu siehe unten. Trauer ist nicht immer gleich. Daher hoffe ich, dass dieses Jahr verschiedenen Zugänge für jeden etwas passendes bieten. Die Treffen werden auch abwechselnd an verschiedenen Orten im Seelsorgeraum stattfinden.
Angela Lendl

Unsere Angebote
Trauer hat viele Facetten und viele Gründe, der Tod eines lieben Menschen ist nur einer davon. Auch Trennungen, der Verlust der Arbeit, Krankheit, das Alter oder schlicht das Leben in einer Welt, die sich unaufhörlich weiterdreht, lassen uns trauern: Um das, was einmal war und nicht wieder so sein wird. Diesem Gefühl und dem was es mit uns macht und dem, was wir daraus machen können, wollen wir gemeinsam in einer offenen Trauergruppe nachspüren: Mit Gottesdiensten, kreativen Elemente oder einfach im Gespräch (immer am letzten Mittwoch des Monats). Der Einstieg ist jederzeit möglich.
Die Trauergruppe findet immer
am letzten Mittwoch des Monats ab 18 Uhr statt.
Schreiben als Wegbegleiterin
durch die Trauer:
Kraft finden, loslassen, weitergehen
In diesem Workshop zum Thema Trauer bieten wir einen geschützten Raum, um starke Gefühle anzunehmen und auszudrücken.
Mit kreativen Tools und Techniken unterstützen wir dabei, Gedanken zu ordnen, Schweres loszulassen und neue Kraftquellen zu entdecken.
So entsteht die Möglichkeit, Trauer aktiv zu integrieren und das innere Gleichgewicht zu stärken.
Britta Badura ist Schreibwerkstättenleiterin im Sinne der Integrativen Therapie und bietet seit zehn Jahren ressourcenstärkende Workshops (unter anderem für die Frauenkrebshilfe oder Medius) an.
Mittwoch 25.2.2026, 17:30-20:00 Uhr,
Pfarrsaal St Christoph, Teilnehmerbeitrag 20,-
Anmeldung bis 17.2. bei Angela Lendl 0676 87426783
Weitere Informationen über die Trauerbegleitung
im Seelsorgeraum finden sie auf:
https://www.graz-suedost.at/pfarre/101/trauerpastoral
Ich bin für Sie da!
Dienstag 9-11 Uhr | Pfarrhof St. Christoph in Thondorf Liebenauer Hauptstraße 291
Donnerstag 9-11 Uhr | Pfarrhof St. Peter, Gruber Mohr Weg 9 Donnerstag 11-13 Uhr | Plauderplatzl am St. Peter Ortsfriedhof bei Schönwetter vor der Aufbahrungshalle,
Tel. 0676 8742 6783
angela.lendl@graz-seckau.at