Der Lebenspark Raaba bot ein wunderbares Ambiente für die Fronleichnamsprozession der Stationskaplanei Messendorf. Im Zentrum des Hochfests des Leibes und Blutes Christi steht die gewandelte Hostie und der gewandelte Wein, der Leib und das Blut Christi ist präsent mitten in der feiernden Gemeinde. Christen sind mit Jesus unterwegs im Feiern und im Alltag. Die lebensspendende Verbindung zur Schöpfung kommt durch das Streuen der Blüten und durch den Gang durch den Lebenspark besonders zum Ausdruck. Der Musikverein Raaba-Grambach begleitete die Prozession musikalisch.
Danke an alle, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben.
Die Visitation des Provinzoberen, Pater Roberto Turyamureeba, in der Formativen Gemeinschaft Graz-Messendorf erreichte am Dreifaltigkeitssonntag, dem 31. Mai 2026, mit der Beauftragung von Jesús Daniel Osuna Félix aus Mexiko, Wilson Wairimu Njoroge aus Kenia und Blondel Ilolube Tandir aus der Demokratischen Republik Kongo zum Lektorendienst einen kleinen, aber bedeutsamen Höhepunkt.
In der Gemeindemesse um 10.00 Uhr in der Stationskaplanei Graz-Messendorf war dies für viele Gemeindemitglieder ein besonderes Erlebnis. In seiner Predigt ging Pater Provinzial auf das Geheimnis der Dreifaltigkeit ein. Dabei hob er hervor, dass nur Gott selbst uns offenbaren kann, wer er wirklich ist. Zeugnisse solcher Gotteserfahrungen begegnen uns in der Heiligen Schrift sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Vorbilder in der Geschichte der Kirche, die uns ein beeindruckendes Zeugnis gelebten Glaubens hinterlassen haben. Manche von ihnen sind uns persönlich begegnet, von anderen haben wir gehört oder gelesen.
„In eurem Lektorendienst seid ihr ab heute offiziell beauftragt, diesen dreifaltigen Gott zu verkündigen. In jeder Lesung, die ihr als Wort Gottes vortragt, wird ein konkreter Aspekt des Wirkens und Wesens Gottes sichtbar“, erinnerte und ermutigte Pater Roberto die drei Theologiestudenten, die sich auf ihren zukünftigen priesterlichen und missionarischen Dienst vorbereiten. Anschließend ging der Provinzial näher auf den Kern des Lektorendienstes ein: „Liebe Mitbrüder Daniel, Wilson und Blondel! Ihr übernehmt einen wertvollen Dienst bei der Verkündigung des Wortes Gottes in der Feier der Eucharistie, der Sakramente und anderer liturgischer Feiern. Eure Aufgabe besteht darin, das lebendige Wort Gottes in die versammelte Gemeinde der Gläubigen hineinzutragen. Eine gute Verkündigung verlangt Klarheit, innere Überzeugung und ein angemessenes Tempo.“
Anschließend wandte sich Pater Roberto an die Mitfeiernden und bat sie, die drei Scholastiker bei ihrem Dienst in der Gottesdienstgemeinde Graz-Messendorf und im gesamten Seelsorgeraum Graz-Südost mit Rat und Tat zu begleiten und zu unterstützen. „Unterstützt bitte unsere Mitbrüder durch eure Aufmerksamkeit, euer Mitbeten und eure Offenheit, damit sie das Wort Gottes gut, verständlich und hörbar verkünden können. Helft mit, dass die Frohbotschaft in einer zeitgemäßen und lebensnahen Sprache weitergegeben und schließlich auch gelebt wird“. Es folgte die eigentliche Beauftragung der drei Scholastiker zum Lektorendienst mit dem feierlichen Gebet der Kirche und der Überreichung des Lektionars. Am Ende des Festgottesdienstes wurde jedem der drei Scholastiker die Beauftragungsurkunde überreicht.
Die Kirchengemeinde nahm sehr lebendig an der festlichen Feier teil. Die „Schola St. Peter“ der „Mutterpfarrei“ Graz-St. Peter gestaltete die Eucharistiefeier feierlich und würdig. Die Dankesworte der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden, Frau Monika Greiner, sowie die Vermeldungen von Frau Rosemarie Krisper rundeten die Worte des Provinzoberen ab. Frau Greiner hob besonders einen Gedanken aus der Predigt hervor: Gott begleitet uns; er ist über uns, mit uns und in uns und führt uns tiefer in das Geheimnis der heiligsten Dreifaltigkeit hinein.
Beim anschließenden Stehempfang mit Getränken und verschiedenen Gebäcken, die von der Jugendgruppe der Stationskaplanei Graz-Messendorf zubereitet worden waren, gratulierten zahlreiche Gemeindemitglieder den drei Scholastikern zu ihrem neuen Dienst. Dabei wurden ihnen viele gute Wünsche für ihren weiteren Weg in der Vorbereitung auf den priesterlichen Dienst als Comboni-Missionare mitgegeben.
P. Michael Zeitz und P. Roberto Turyamureeba, mccj
Die Kirchenglocken läuteten die lange Nacht der Kirchen in der Stationskaplanei Messendorf ein.
Monika Kaltenegger begrüßte an diesem lauen Sommerabend alle Gäste, die gastgebenden Combonimissionare mit dem Provinzial der deutschsprachigen Provinz, P. Roberto Turyamureeba, die Vertreter*innen der Caritas, Mitarbeiter*innen der Pfarre und Pfarrer Stefan Ulz.
Pater Michael Zeitz erzählte anschaulich und humorvoll das Wirken von Missionaren heute am Beispiel von Malawi.
Die Besucher*innen unterhielten sich angeregt mit den anwesenden Combonimissionaren und untereinander, wie man Mission heute verstehen kann. Kulinarisch wurden sie von den Spezialitäten der Caritas verwöhnt.
Zwei Filme über das mutige Wirken der Combonimssionare bereicherten den Abend.
Eine Gruppe schloss sich dann der Kirchenführung mit Josef Purkarthofer-Trummer an.
Ein meditatives Schlussgebet in der Kirche Mater Dolorosa ließ den Abend besinnlich ausklingen.
Vielen Dank allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen haben.
Wir können auf Gottes mütterliche und väterliche Hand vertrauen.
Dazu eine Geschichte:
Die Hand des Vaters
Ein kleines Mädchen und ihr Vater wollten eine Brücke überqueren. Da bemerkte der Vater, dass seine Tochter vor Angst zitterte, denn die Brücke war sehr hoch. Da meinte der Vater zu ihr „halte meine Hand, dann kann Dir nichts passieren“.
Sie antwortete ihm: „Nein Papa, halte Du lieber meine Hand“.Ihr Vater war etwas verwundert und fragte: „Aber wo ist da der Unterschied?“
Das kleine Mädchen antwortete: „Weißt Du Papa, wenn ich Deine Hand halte, dann kann vielleicht etwas passieren und ich könnte Deine Hand loslassen. Aber wenn Du meine Hand nimmst, dann weiß ich einfach, dass Du sie nie loslassen würdest. Egal was auch passiert!"
Autor unbekannt