Im katholischen Festkalender steht am 1. Januar der erste wichtige Mariengedenktag des Kirchenjahres: Das „Hochfest der Gottesmutter Maria“ fußt auf einem frühchristlichen Fest, mit dem der Geburt Marias, der biblischen Mutter Jesu, gedacht wurde.
Am 1. Januar jedes Jahres erinnert die katholische Kirche an Marias Rolle als Mutter Jesu. Das „Hochfest der Gottesmutter“ wurde 1931 eingeführt und zunächst am 11. Oktober gefeiert. Im Jahr 1970 wurde es auf den 1. Januar verlegt und verdrängte damit ein anderes christliches Fest: die Beschneidung Christi, der heute noch in den orthodoxen Kirchen gedacht wird. In frühchristlicher Zeit feierten römische Christen am ersten Tag des neuen Jahres die Geburt der Gottesmutter. An diese frühe Verehrung anknüpfend soll am „Hochfest der Gottesmutter“ die Heilige um Beistand im neuen Jahr angerufen werden.
(Quelle: https://www.kloster-ochsenhausen.de/presse/pressemeldungen/pressemeldungen-detailansicht/4632)
Gottes Beistand kommt in der heutigen Lesung im Aaronsegen zum Ausdruck: Der Herr sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.
So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen. (Num 6, 22–27)
Es hat sich hier eine Schar versammelt, um in besonderer Weise mit dir zu feiern.
Du hast am Heiligen Abend dein 90.Lebensjahr vollendet; ein biblisches Alter, wie man so sagt.
Ich meine, es ist keine Selbstverständlichkeit, ein so hohes Alter erreichen zu können bzw. zu dürfen.
Vielleicht blickst du auch zurück und erinnerst dich an Ereignisse, die Freude und Dankbarkeit in dir auslösen.
Sicher ist, dass die Pfarrgemeinde Messendorf heute ein großes „DANKE“ und „VERGELT´S GOTT“ für dein jahrelanges Mitwirken, Mitgestalten und Mitdenken sagen möchte. Der Bogen spannt sich vom Vorsitzenden des Pfarrgemeinderats über Lektor, Vorbeter, Einbringer von Gedanken und Ideen, über den Ankauf der Orgel, Mitbegründer des Afrikahauses, über das tatkräftige Anpacken beim Vorbereiten des Pfarrfestes und den Dienst als Schofför für fußmüde Kirchgeher bis zu großherzigen Unterstützungen von Menschen in Not und … und … und… und bis zu deiner Vorliebe Gedanken in Gedichtform festzuhalten.
Da ich in dieser Kunst nicht so geübt bin, hab ich nach einem Gedicht gesucht, das dem Anlass entsprechen könnte. Vielleicht kennst du es schon, es sind Gedanken über das Älterwerden, die Wilhelm Busch zugeschrieben werden.
Über das Älterwerden
Das große Glück, noch klein zu sein,
sieht mancher Mensch als Kind nicht ein
und möchte, dass er ungefähr
so 16 oder 17 wär´.
Doch schon mit 18 denkt er: „Halt!
Wer über 20 ist, ist alt.“
Warum? Die 20 sind vergnüglich –
auch sind die 30 noch vorzüglich.
Zwar in den 40 – welche Wende –
da gilt die 50 fast als Ende.
Doch in den 50, peu á peu,
schraubt man das Ende in die Höh´!
Die 60 scheinen noch passabel
und erst die 70 miserabel.
Mit 70 aber hofft man still:
„Ich schaff´ die 80, so Gott will.“
Wer dann die 80 biblisch überlebt,
zielsicher auf die 90 strebt.
Dort angelangt, sucht er geschwind
nach Freunden, die noch älter sind.
Doch hat die Mitte 90 man erreicht
-die Jahre, wo einen nichts mehr wundert-,
denkt man mitunter: „Na – vielleicht
schaffst du mit Gottes Hilfe auch die 100!“
Mögest du in relativer Gesundheit, mit wachem Geist, Humor und Selbstironie, mit Freude im Herzen, begleitet von der Liebe und dem Segen Gottes deine Zeit mit deiner Familie und lieben Menschen verbringen können.
Die Sternsinger*innen waren unterwegs.
Herzlichen Dank für Euren Einsatz und für ihre Spende für die Dreikönigsaktion! Es wurden ca 14.100 Euro gesammelt.
Allen ein gesegnetes Fest der Geburt Jesu.
Möge die Freude und der Friede allen Menschen zuteil werden. Schalom ist ein zentrales Thema der Botschaft Jesu. Die Menschen sehnen sich nach Frieden und nicht nach Spaltung.
Eine Gruppe Jugendlicher hat in Eigenregie den Jugendraum neu gestaltet. Dieser wurde nun feierlich eröffnet. Bischof Wilhelm Krautwaschl segnete den Raum. Danach tauschte man sich in einem bereichernden Gespräch aus.
Danke an alle, die zur Verwirklichung des Raums beigetragen haben.
Unter dem Titel "o magnum mysterium (o großes Geheimnis)" hat der Singkreis Raaba unter Leitung von Hannes Baptist und das Ensemble Klangwerk 3 alle Besucher*innen auf die besinnliche Zeit des Advents eingestimmt.
Klassischen Werken wie dem Ave Maria von Bruckner folgten traditionelle Stücke aus dem Alpenland oder moderne Chorwerke wie das titelgebende "O magnum mysterium" von Franz M. Herzog.
Das Ensemble Klangwerk 3 begeisterte mit lateinamerikanischen Rythmen ebenso wie mit Dmitri Schostakowitsch.
Der gemeinsam gesungene Adventjodler Djo diri bildete den Abschluss des gelungenen stimmungsvollen Konzertabends.
Liebe Schwestern und Brüder,
letzten Mittwoch bei unserer Rorate haben wir im Evangelium viele Namen gehört, mit denen wir wohl nicht viel anfangen konnten. Aber nicht umsonst steht das Matthäusevangelium am Anfang der neutestamentlichen Schriften. Es beginnt mit dem Stammbaum Jesu und der Kindheitsgeschichte des „Davidsohnes“, so die Überschrift (Mt 1,1). Erzählt wird nicht der Ursprung der Welt wie in Gen 1, sondern– anders als bei Lk - der Ursprung Jesu, des verheißenen und in der Geschichte Israels ersehnten Messias. So ist auch der Hl. Josef nicht eine x-beliebige Privatperson, sondern er ist Davidide (Mt 1,7.16.20), gehört in die Genealogie der Abraham-David-Abstammungslinie. Der Stammbaum Jesu knüpft an die Israelgeschichte an. Anders als bei Lk steht nicht Geburt, sondern die durch den Engel im Josefstraum erfolgte Namensgebung Jesu im Zentrum – und die Nebenfigur des schlafenden, träumenden Bauhandwerkers, dem wie Maria und den Hirten bei Lk (Lk 1,30.2,10) vom Engel die Furcht genommen werden muss. Josef in seinem inneren Konflikt wird kurzzeitig zum Protagonisten der Heilsgeschichte.
Mir hat immer gefallen wie Papst Franziskus den Heiligen Josef genannt hat: „Custos“=Hüter. In diesem Wort ist schon die Aufgabe enthalten, die Gott dem Hl. Josef anvertraut hat: Hüter zu sein von Maria und Jesus. Diese Obhut weitet sich aus auf die Kirche, auf uns alle. Rücksichtsvoll, demütig, im Stillen, aber beständig gegenwärtig und in Treue, auch dann, wenn er nicht versteht. An ihm sehen wir wieman auf den Ruf Gottes antwortet: verfügbar; aber wir sehen auch, welches die Mitte der christlichen Berufung ist: Christus! Die Menschen zu hüten, sich um alle zu kümmern, um jeden Einzelnen, mit Liebe, besonders um die Kinder, die alten Menschen, um die, welche schwächer sind und oft in unserem Herzen an den Rand gedrängt werden. „Seid Hüter der Gaben Gottes!“ (Papst Franziskus).
Das sei mein Weihnachtswunsch für euch alle: In der Stille der Heiligen Nacht wird Gottes Liebe sichtbar- Ein Kind kommt in die Welt, zerbrechlich und voller Würde – und erinnert uns wie kostbar alles Leben ist. Daran erinnert uns der Hl. Josef. Dazu ist er gestanden.
Gesegnete Weihnachten und viel Liebe und „Hüterqualitäten“ fürs neue Jahr 2026
Euer P. Josef
Gaudete
Mit dem Namen des heutigen Sonntags begrüße ich euch alle: Gaudete, freut euch. „Ewige Freude ist auf ihren Häuptern, Jubel und Freude stellen sich ein, Kummer und Seufzen entfliehen“. So die Schlussworte der heutigen Lesung. Vielleicht sind manche von euch wirklich mit Freude erfüllt über diese besondere Zeit des Advents und mit der Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Und die Kinder freuen sich sicher schon besonders.
Schauen wir genauer auf die Texte: Es ist die Wüste, die sich freuen wird. Die Wüste ist trocken, verlassen, lebensfeindlich. Das Volk Gottes lebt im Exil. Jenseits einer weiten Wüste liegt ihre nach wie vor tief ersehnte Heimat. Wüste ist nicht nur ein Ort, sondern auch eine Zeit. Wer von uns kennt nicht Wüstenzeiten? Manche Menschen fühlen sich in einer Lebensphase einsam wie in einer Wüste…Euch fallen sicher viele Beispiele ein für Zeiten und Orte von Wüste, die sich trocken, einsam und lebensfeindliche anfühlen. Und das Volk Gottes hatte viele Wüstenerfahrungen durchmachen müssen. Zeiten von Schlappheit, von Müdigkeit, von Depression. Und nun soll sich ihre innere Wüste freuen. „Jubeln werden die Wüste und das trockene Land, jauchzen wird die Steppe und blühen wie die Lilie“. Ich habe in Kenya meinen Urlaub immer in der Wüste im Norden verbracht, wo wir eine Mission hatten. In der Regenzeit kann sie sich in wenigen Tagen in ein grünes, blühendes Land verwandeln. So ist dieses Bild ein Hoffnungsbild.
Die adventlichen Texte wollen uns dies sagen: Wenn Gott in unsere Welt kommt, verändert das alles: Ich sehe wie da und dort bei mir und in der großen weiten Welt Wüsten zu blühen beginnen. Ich spüre eine neue Kraft in mir und eine Lust, diesen Blick in dieser Zeit zu ermöglichen. So soll es an Weihnachten nicht nur zum Auspacken von Geschenken kommen, sondern alles, was wir da miteinander feiern, sei Zeichen eines neuen Blickwechsels. Das ist doch Grund zur Freude, wenn nicht alles beim Alten bleibt!
Seid gesegnet euer P. Sepp
Der 2. Adventsonntag ist geprägt von der Gestalt des Johannes d. Täufers.
Im Sommer stand ich gebannt vor dem Isenheimer Altar in Colmar. Unter dem Kreuz steht mit einem großen Zeigefinger auf den Gekreuzigten zeigend Johannes d. Täufer. Er hat sich freiwillig in die Wüste begeben, um dort die Umkehr zu predigen: seine Predigt ist hart
Hier wird schon die erste vorbildliche Eigenschaft des Täufers deutlich: Er stellt sich nicht selbst in den Mittelpunkt. Johannes der Täufer ist seinem ganzen Wesen nach ein Fingerzeig auf den eigentlichen Herrn, auf den wirklichen Erlöser. Das ist eine Aufgabe für jeden Christen. „Wir sind alle berufen, heilig zu sein, indem wir in der Liebe leben und im täglichen Tun unser persönliches Zeugnis ablegen, jeder an dem Platz, an dem er sich befindet“, schreibt Papst Franziskus über die Heiligkeit in der Welt von heute. Jeder Christ soll durch dieses Zeugnis auf Gott hinweisen – egal wo.
Johannes hat sich den Ort der Wüste ausgesucht. Das spiegelt schon selbst einen Teil des Evangeliums wider, dass das öffentliche Auftreten Jesu in der Wüste seinen Anfang nimmt – dort also, wo nichts wächst, wo nichts leben kann. Gerade an diesem Ort nimmt die frohe Botschaft vom Leben ihren Ausgang: Gerade in der Wüste tritt Johannes der Täufer auf, gerade in der Wüste lässt Jesus sich taufen.
Auch gerade heute und auch um uns herum leben viele Menschen in einer Wüste: In Lebenssituationen, die unwirtlich und lebensfeindlich sind, die das psychische oder physische Überleben schwierig machen. Jeder Christ ist dazu aufgerufen, anderen Menschen ein Beistand zu sein, eine Hilfe, eine Stütze. „Die Identifikation mit Christus und seinen Wünschen impliziert das Bemühen, mit ihm das Reich der Liebe, der Gerechtigkeit und des Friedens für alle zu errichten“, schreibt Papst Franziskus. Der Aufbau an diesem Reich, die Kultivierung der Wüste um uns herum, ist Aufgabe für jeden Christen. Johannes der Täufer ist darin ein Vorbild: Durch sein Zeugnis hat er die Wüste zum Ort des Lebens gemacht.
Quelle: Von Matthias Grünewald - The Yorck Project (2002) 10.000 Meisterwerke der Malerei (DVD-ROM), distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH. ISBN: 3936122202., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=152339